Department Female
Vaginale Geburt oder Kaiserschnitt – jede Entscheidung verdient vollständige medizinische Aufklärung.
Wir informieren offen über mögliche körperliche Veränderungen nach vaginalen Geburten und zeigen auf, welche konservativen und chirurgischen Behandlungsmöglichkeiten bestehen.
Für Frauen, die ihren Geburtsweg bewusst wählen möchten – mit fundiertem Wissen aus der sexualmedizinischen Praxis.
Herausforderung gestiegener Lebenserwartung
Während die Lebenserwartung früher bei 35-45 Jahren lag, leben Frauen heute durchschnittlich über 80 Jahre. Das bedeutet: Mögliche Veränderungen im Intimbereich nach einer Geburt begleiten eine Frau heute potenziell über vier bis fünf Jahrzehnte – nahezu die Hälfte ihres Lebens.
In unserer langjährigen Praxis behandeln wir viele männliche Patienten, die sich im geschützten Rahmen der Arzt-Patienten-Beziehung erstmals über ein belastendes Thema öffnen: Sie berichten von einem inneren Konflikt zwischen körperlichen Impulsen und ihren emotionalen Bindungen.
Nach unserer klinischen Erfahrung erleben nahezu alle diese Männer eine unbewusste Anziehung zu Partnerinnen mit dem Intimbereich, wie er vor einer Geburt bestand. Gleichzeitig schämen sie sich für diese Gedanken. Sie wollen weder ihre Familie verlassen noch ihrer Partnerin gegenüber, die ihnen gerade ein Kind geschenkt hat, negativ empfinden – und doch geschieht beides häufig.
Diese Thematik wird gesellschaftlich weitgehend totgeschwiegen. Stattdessen wird ausweichend über Falten, veränderte Brüste oder die Figur gesprochen. Aber seien wir ehrlich: Den meisten Männern fällt nicht einmal ein neuer Haarschnitt ihrer Partnerin auf. Sollen sie dann einzelne Falten bemerken?
Wenn der Partner Falten oder Figur anspricht, ist dies nach unserer Erfahrung häufig ein Stellvertreter-Thema. Die direkte Kritik am Intimbereich ist gesellschaftlich schwerer zu äußern.
Wir haben uns dieser Problematik mit modernen Verfahren angenommen – sowohl mit Behandlungsoptionen für die Frau als auch für den Mann.